Donnerstag, 7. Februar 2008

05.01.-14.01.2008

Sydney oder „Ich sing Techno für dich“

(Leider wurde nicht mir dieses Angebot unterbreitet, aber ich hätte es wirklich gern gehört. Soviel dazu.)

Wir waren nun also wieder in der Stadt und es gab immer was zu tun: Ausflüge zum Paddington Market, ein proppevolles Open Air Tanzvergnügen in der Innenstadt zur Sydney Festival First Night, wobei man die Dresdner durch das altbekanntes Ritual des Hochspringens nur schwer aus den Augen verlieren konnte, ein sonniger Watson Bay – Ausflug, kultureller Marathon in den Kunstmuseen der Stadt, leckeres & sehr opulentes Barbecue am Strand, Staffelstabübergabe an eine weitere Dresdnerin, die ankam, kurz bevor uns die Schweizer Richtung Neuseeland verließen, Botanical Garden, Darling Harbour, De La Soul beim Vorbeiflanieren erkennen und später hinterm Zaun feiern hören ... es wurde Zeit für einen Ruhetag meinerseits mit Erkältungssymptomen, die mich aber nicht davon abhielten, abends im arschkalten Kino „I’m not there“, den wirklich guten Dylan-Film, zu sehen.









Watson Bay



Botanical Garden



Haha, aber nicht für uns



Bondi



bißchen viel des Guten





Am nächsten Abend ging es Dank Vitamin B .. äh .. T ;) zum Bloc Party-DJ-Set. Freier Eintritt und kostenlose Getränke trösteten nicht darüber hinweg, dass wir „Zehn kleine Negerlein“ mit neun Teilnehmern spielten und den ersten bereits am Einlass verloren, weil er die falsche Hose und FlipFlops anhatte. Nummer 8 mussten wir beinahe an der ID-Kontrolle zurücklassen, als die gefälschten Studentenausweise aus Indonesien nicht wirklich überzeugten. Danach stürzten wir unsere Getränke in Rekordzeit runter (u.a. Red Bull Sekt – also genau das, was ich sonst niiiiie trinken würde, aber wie sagt das Sprichwort „Einem geschenkten…“), beobachteten das aufgerüschte Jungvolk, einigten uns darauf, dass Bloc Party besser Musik machen als auflegen können und nachdem wir so ziemlich jeden Song der aktuellen Indie-Charts gehört hatten, ließen wir den vor den Toren Wartenden nicht länger allein, aber ihm ging es dank alkoholischer Schmuggelware ganz gut. Der Tag danach brachte einen weiteren Klassiker auf die Tagesordnung: die Fährfahrt nach Manly.







Kakadu beim bemühten Hüftaufschwung







Auch in Manly ist nicht alles schön

Nachdem wir dort ein wenig rumschlenderten, fuhren wir Richtung Luna Park, denn es galt, zünftig in Anjas Geburtstag hinein zu feiern. Auf den 20qm² eines Thai-Restaurants hatte man erstaunlicher Weise die komplette Küche, ungefähr sieben Angestellte und mindestens sechs voll besetzte Tische untergebracht – ein wirklich schöner Start in den Abend, zumal die Musikauswahl (um mal nur einen Interpreten zu nennen: 2 Unlimited) Anwesende zur begeisterten Aussage „Mallorca 97“ hinriss. Danach setzte sich die inzwischen vollständige Gruppe in Bewegung, um auf einem Steg mit Blick auf Skyline und Harbour Bridge fröhlich in den Geburtstag zu feiern.











Zwei nicht weiter benannte Personen versuchten sich am nächsten Morgen am „world’s best carrot cake“, ein Unterfangen, was leider kläglich scheiterte, denn trotz langwieriger Suche nach Zutaten und akkuratem Befolgen der Anleitung kam dabei nur world’s worst carrot cake“ heraus. Tschuldigung, Anja, der Wille war da :) Nachmittags wurde umso leckerer in Watson’s Bay gepicknickt,



Anstoßrunde!



um anschließend pappsatt in der Tonic Lounge einzufallen und dort in gemütlicher Location und Runde ein bißchen bei Funk zu schwofen. Erleichtert wurde dies einmal mehr durch abenteuerliche Mixgetränke, tollkühn gemischt, ich glaube nicht, dass Jack Daniel Limonade mochte ;) Heraus kamen Gespräche über Literatur und das Gefühl, den ewiggleichen Loop im Ohr zu haben. „Anstoßrunde“ hörte man auch an diesem Abend recht häufig, so dass dieser Ausruf sogar in den Wortschatz der englischsprachigen Begleiter einging. Am nächsten Tag beschloss ich die erneute Umbuchung meines Rückfluges nach Neuseeland, aß mit Blick auf die Harbour Bridge ein Eis in den unnatürlichsten Pastellfarben der Welt und legte abends, mit zwei vollen Supermarkttüten zur Ausbalancierung, einen dermaßen akrobatischen Stunt hin, dass ich jetzt noch die Offerte von Sarrasani in meinem Posteingang suche. Merke: FlipFlops sind bei Nässe ungeeignetes Schuhwerk auf Straßenmarkierungen. Tags darauf wollten sich A + S eigentlich Richtung Queensland/Whitsunday Islands aus dem Staub machen, aufgrund anhaltenden Regens war dort aber alles überflutet, der Flug gecancelt. So standen sie ein paar Stunden nach eigentlicher Abreise wieder in der Tür, Pläne wurden geändert, Spontaneität war gefragt und neben den Gesprächen über Jason Donovan und seine Hits, an die sich keiner mehr richtig erinnern konnte, außer einer Anwesenden, die mit verblüffender Textsicherheit auftrumpfte (Ich war’s nicht! Dennoch der gut gemeinte Ratschlag: Wer mal Poster von ihm an der Wand hatte: bitte tut mir den Gefallen und schaut NICHT nach, wie er jetzt aussieht), wurde entschieden, mit dem Mietauto nach Melbourne aufzubrechen. Und was dann geschah, erzähle ich ein anderes Mal.



dabei lässt es sich hervorragend Pläne schmieden (und ändern)



YES!



auch das, ja



na dann...
kann ich ja noch die Fotos vom Writer's Walk in Sydney reinsetzen









Ups



Mit der Bitte um freundliche Beachtung:
Anja, Teresa, Nick ... Danke!!

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