Donnerstag, 27. September 2007

15.09.-16.09.2007

Sydney

Stadtbesichtigung, Klappe die Zweite. Wie es sich für einen pflichtbewussten Touristen gehört, hakten wir in zwei Tagen Opera House, Harbour Bridge, The Rocks, Botanischen Garten, Darling Harbour, Monorail (Marleen, wir haben damals nichts verpasst ;)) ab und schipperten mit der Fähre kreuz und quer durch die Bucht, was ich richtig fetzig fand, den Rest „kannte“ ich ja schon. Wenn die Skyline so in die Ferne rückt und irgendwann wieder näher kommt, am besten noch bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen, dann hat das schon was sehr, sehr Schönes. Tipp! Eigentlich wollten wir noch aufs Skydeck, allerdings blieben wir für viel zu lange zwei Minuten (gefühlte Stunden) im Fahrstuhl stecken, was an sich vielleicht nicht so schlimm gewesen wäre, hätte sich das Teil nicht den Spaß gemacht, ständig hoch und runter zu fahren. Als sich die Türen im Erdgeschoss wieder öffneten, verließen alle Insassen fluchtartig das unentschlossene Gefährt, etwas bleich um die Nase und mit zittrigen Beinen. Ich werde jetzt wohl öfter die Treppe nehmen.



















14.09.2007

Wer lesen kann…

Sydney als Endziel und Pepply Beach als Zwischenstopp standen auf dem Tagesplan. Wir sausten in der Annahme los, dass wir das Auto noch am gleichen Tag in Sydney abzugeben hätten, was sich angesichts von Trödelei als beinahe aussichtslos herausstellte, denn wir hatten es vorgezogen, am Pebbly Beach die Kängurus zu beobachten. Also versuchte ich in der Vemietstation anzurufen, wollte mir aber vorher zur souveränen Beantwortung aller eventuellen Fragen sicherheitshalber noch das Kennzeichen notieren… und während ich einen bis dahin sträflich vernachlässigtes Zettelchen mit Mietdaten entfaltete, blitzte mir statt einem 14. ein 15.9. als Rückgabedatum entgegen. Ungefähr eine Stunde vor Sydney bekamen wir somit einen weiteren Tag mit Auto geschenkt. Zwischen Hektik, Beschämung und Erleichterung liegen manchmal nur Millisekunden. Man man man… Also hielten wir noch kurz in Wollongong, bevor wir zielsicher dank detaillierter Wegbeschreibung via SMS-Triologie & Skizze bei den Mädels in Sydney einrückten (Anja, Teresa … Cheers!) Schnell wurde noch in meinen Geburtstag reingefeiert, was ich völlig fertig auf den Knochen irgendwie gar nicht wirklich wahrnahm, aber dennoch: DANKE auch an dieser Stelle für Gastfreundschaft und vor allem Geschenke an alle Beteiligten! In Sydney werde ich in den nächsten Monaten ja noch ein paar Mal sein, d.h. das Ergebnis meiner Brücken-Kraxelei dürfte unter dieser Adresse nachzulesen sein und New York, New York… man, ich freu mich!!!

Pebbly Beach







Wollongong:





13.09.2007

She drives us crazy
(Zitat André)

Das mach ich mit Links, dachte ich mir am nächsten Morgen und legte die Premiere von Linksverkehr und Automatikschaltung auf den Highway. Es hat funktioniert, natürlich wurde aus Versehen der Scheibenwischer ein paar Mal zu oft bemüht und ganz selten ging ich nach dem Abbiegen auf Kollisionskurs in der falschen Spur, aber 400km durchgehackte Kilometer Tagessoll sprechen für Freude am Fahren. Uns wurde ein schicker Küstenabschnitt namens Mallacootta empfohlen, Carsten entdeckte hinterm Parkplatz einen Golfplatz, auf dem es nicht nur weiße Bälle, Caddys und Typen mit Schirmmütze gab, sondern auch Kängurus… und zwar richtig viele, richtig, richtig viele. Große und Kleine, mit Nachwuchs und ohne… alle Varianten. Es gibt sogar sehr lustige Filmaufnahmen von diesen Minuten, die auch irgendwann hier in diesen Blog gesetzt werden, ich möchte diesbezüglich aber schon jetzt vorwarnen, dass sächsischer Dialekt in Reinform gesprochen wird, dass heißt Lachanfälle oder mittelschweres Entsetzen sind nicht auszuschließen. Zumindest ging uns das bei der Sichtung so. Die Nacht verbrachten wir jenseits von Eden (gibt’s da wirklich) in Batemans Bay auf’m Campingplatz, womit bis auf „am Strand schlafen“ alle möglichen Unterkunftsvarianten in nur drei Nächten Beachtung fanden

















Winke Winke









beide geknipst von Andre



geknipst von Carsten

12.09.2007

Fett-fetter-am fettesten (Zitat André)

Dank eines Tipps der Hostel-Besitzerin in Maffra steuerten wir am nächsten Tag Raymond Island an, was sich als echtes Highlight erwies, denn dort hingen die Koalas noch live und in Farbe auf den Bäumen. Vor lauter Koala-Hysterie formulierten wir gleich ein paar neue Redewendungen: „Nachts sind alle Katzen Koalas“ oder „Da brennt der Koala“(= das macht Mob). Okay, vielleicht nur witzig als Situationskomik ;) Aber die Vegetation… meine Güte, die war beeindruckend. In einem Land vor unserer Zeit kann es nicht anders ausgesehen haben. Wir schafften es abends bis Cann River, was mehrere Motels und ungefähr 200 Einwohner hat, speisten in der lokalen Tankstelle (eine von zwei Optionen) und filmten Blair Witch Projekt nach, so weit das unter Alkoholeinfluss überhaupt möglich ist. Aus einem Horrorstreifen kann schnell Comedy werden.





vorher und nachher:



durch nichts zu toppendes Bild, aufgenommen von Andre











mit'm Rolli durch'n Urwald









Blende, Belichtung, ISO... ach pffff *knips



11.09.2007

Auf geht’s

Nach Shopping bei Aldi (mit deutschen Preisen - was angesichts australischer Lebenshaltungskosten definitiv ein großes Plus ist!) und Obstkauf auf’m Queen Victoria Market, trauten wir uns endlich, unser Auto abzuholen, denn alles Verdrängen von Verplantheit, Unwissenheit oder Paranoia vorm Linksverkehr halfen nichts mehr… wir mussten los. Angesichts unserer unüberschaubaren Masse an Gepäckstücken hofften wir auf einen 7-Tonner, bekamen aber einen Toyota Corolla, der sich als Raumwunder entpuppte, zumindest im Kofferraum wurde kein Zentimeter verschenkt. Rücksitzbankbenutzer hatten ein schwereres Leben und wurden bei jeder Kurve von umherfliegenden Orangen oder platten (stromlinienförmigen) Toastscheiben attackiert. Auch der Fußraum war so großzügig wie bei einem Flug mit British Airways, sozusagen nicht vorhanden. Auf der Fahrt merkten wir: Touristenfallen lauern auch in Australien, wir tappten in Grantville gleich in die Erste, die sich bot und steuerten den erstbesten Wildlife-Park an, nicht ahnend, dass zwei Kilometer weiter ein größerer, authentischerer, schönerer, tollerer, professionellerer… (setzen Sie sämtliche verfügbaren Superlativen bitte hier ein) sein sollte. Immerhin sahen wir unsere ersten Kängurus, Koalas etc.
Abends landeten wir im einzigen Backpackers weit und breit, in einem Örtchen namens Maffra.



Susis neue Haustiere. Im Hintergrund: Paparazzo



der Fotograf dieses Bildes wurde seitdem nicht mehr gesehen









Landschafts-Paparazzo





schon wieder Paparazzo