Donnerstag, 22. November 2007

20.11.2007

Weiter geht’s…

Nach einem kurzen Morgenspaziergang im an den Campingplatz grenzenden Park, der nun wirklich nicht den klassischen Vorstellungen einer Grünanlage entsprach, sondern vielmehr einem Gewirr dicht verwucherter Waldwege glich, fuhren wir Richtung Ostküste.



Auf dem Weg spürten wir den Original-Schauplatz des Microsoft Desktop Hintergrund auf, der bei mir aufm Rechner „Grüne Idylle“ genannt wird und in echt noch viel schöner ist. Fotogerecht grasten dazu gemütlich ein paar Schafe.





Die Strecke Richtung Hawkes Bay führte vorbei an grünen Hügeln, Schafen, grünen Hügeln, Schafen, Rindern, grünen Hügeln, Schafen… erwähnte ich schon die grünen Hügel? Herrlich. Vom vielen links und rechts aus dem Fenster gucken, fiel mir fast der Kopf ab, mit Fug und Recht könnte man jetzt behaupten, ich habe ne Schraube locker :).







Die Schafe wussten sich sehr dekorativ in der Landschaft zu verteilen, vielleicht konnten sie sich aber auch nur nicht entscheiden, welche Wiese denn nun die Schönste, Saftigste, Grünste, Nahrhafteste, die mit dem besten Ausblick ist… Auslauf und Ruhe haben sie ganz offensichtlich genug, jedenfalls solange bis ein Tourist vorbeigetuckert kommt, der sein Neuseeland-Klischee-Postkarten-Foto schießen will, sie in ihrer Idylle aufschreckt oder gar jagt.



Es ist sicherlich nicht immer leicht, ein Schaf zu sein. Ein kleiner (100km) Abstecher vom Highway brachte uns zum Ort mit dem längsten Namen der Welt: Taumatawhakatairgendwas. Die Legende dazu ist ungefähr genauso lang wie der Name selbst und erzählt, dass ein berühmter Maori seinen im Kampf gefallenen Bruder betrauert.



Vorher kreuzten wir noch Wimbledon, dort gab es aber keinen Tennisplatz und auch keine britischen Snobs, sondern lediglich ein Haus mit zwei Zapfsäulen und einer Scheune. Das reichte aber offenbar dafür, einen eigenen Städtenamen verliehen zu bekommen. Danach strandeten wir in Herbertsville und das im wahrsten Sinne des Wortes, denn so einen weitläufigen Strand, an dem weit und breit kein Mensch ist, hab ich selten gesehen.









Kurz das Laufen unterbrochen, um aufs Meer zu gucken...



Während wir so durch die Landschaft tuckerten, winkten Schüler auf dem Nachhauseweg, flüchteten Schafe vor Motorengeräusch, brannte die Sonne erbarmungslos. Am zeitigen Abend kamen wir in die Nähe der Städte Hastings und Napier, stellten das Auto an einer Stelle im Nirgendwo ab, das Meer vor der Nase bzw. Motorhaube. Man kann schließlich auch mit dem Campingkocher lecker Omelette machen. Zumal wir ja eine beschichtete Pfanne hatten…

Abteilung Bildung:

Rind: Bulle, Kalb, Kuh
Geflügel: Hahn, Küken, Henne
Pferd: Hengst, Fohlen, Stute
Schaf: Schafbock/Widder/Hammel, Lamm, Chefin??? *Lach
Wie ist eigentlich die Bezeichnung für das weibliche Schaf? Wenn doch das Männchen gleich drei Namen hat. Ist das eigentlich eine eklatante Bildungslücke? Nein, sonst habe ich keine Probleme. Aber Danke der Nachfrage. Ich bin lediglich zu faul, zu googeln.

Und sonst so...





Man beachte doch bitte, dass es für dieses Auto keine Ausfahrt gibt. Was wird es nur verbrochen haben?







Tagesende

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