Dienstag, 4. September 2007

29.08.2007

Berg- und Talfahrt

Am Fuße vom Sani Pass genächtigt, hieß es am nächsten Morgen ins 4WD springen und hinauf fahren zum "kingdom in the sky" – Lesotho. Die Fahrt war abenteuerlich und serpentinenreich, Holterdipolter ging es über Stock und Stein, so dass wir für die 24km Strecke gute anderthalb Stunden benötigten. Was für ein Spaß. Ich war total begeistert. Irgendwann überquerten wir dann die Hochsicherheitsgrenze von Lesotho und kamen in einem Land an, wo die Uhren noch anders ticken, die Menschen auf Ponys reiten, Schafe hüten, in Hütten leben, mit Decken bekleidet sind. Nicht nur, dass ich angesichts des Anblicks der Landschaft und des Ausblicks von den Bergen völlig hingerissen war, nein, ich fror mir auch den Arsch ab, denn trotz knalligen Sonnenscheins pfiff einem der Wind heftig um die Ohren und kühlte die Umgebung auf 6 Grad (gefühlte Minus 10 Grad) herunter. Unser ziemlich durchgedrehter, aber sehr informierter und verdammt witzige Guide, der fließend Sesotho (Sprache) mit den Besotho (Einwohner) sprach, brachte uns in ein Mini-Dorf, in dem wir selbstgebrautes Bier bekamen (ich trank es tapfer, bin mir aber nicht sicher, was das in Wirklichkeit gewesen ist), aber auch richtig leckeres, frischgebackenes Brot. Nach ein paar Übungseinheiten Landessprache war ich so gut wie adoptiert. Leider musste ich ablehnen, denn der Heimweg stand an. Abends lernte ich im Backpackers zwei Südafrikaner kennen, die mich sogleich bekochten, ihren Wein mit mir teilten und auch so manches Reisemärchen. Am nächsten Morgen überredeten sie mich, beim Verzehr des Frühstücks zu helfen, was die Erkenntnis untermauerte, dass Südafrika eine Fleischesser-Nation ist. Wo sonst bitte gibt es zum Frühstück nicht nur Speck und die fettigen Überbleibsel britischer Feinschmeckerküche, sondern auch ein halbes Hühnchen? Für jeden! Uff!

Sani Pass:












Lesotho

Passkontrolle




steht ein Pferd in Lesotho


und eine Andrea - schockgefroren













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