Dienstag, 4. September 2007

30.08.2007

Zufall

Da ich im Hostel nicht mit Karte zahlen konnte, unternahm ich mittags mit der Besitzerin des Backpackers einen Trip (circa 25 Minuten Fahrtzeit) in die nächste „Stadt“, um einen Bankautomaten zu suchen. Sie versprach, mich zwei Stunden später wieder einzusammeln, allerdings vergaß sie das. Also stand ich mal wieder in der Pampa, versuchte, sie anzurufen, lernte stattdessen aber nur ihren Mailboxspruch auswendig. Nun muss man sich vorstellen, dass in so einem Dorf das Leben auf der Straße stattfindet, da wird mit Kleiderfetzen, Bonbons und Autoteilen gehandelt, jeder läuft umher, zwar ziellos, aber ausdauernd … und ich mittendrin. Natürlich fällt man nach ein paar Minuten auf, wird ständig angelabert, allerdings in Zulu, was ich leider nicht verstehe. Bus und Taxi gab es nicht, Trampen war nicht wirklich meine bevorzugte Option, also belagerte ich hartnäckig das Telefon. Ohne Erfolg. Drei Stunden, viele seltsame Situationen und einen Sonnenbrand später erkannte ich das Auto eines Typen, der am Tag zuvor auf dem Weg nach Lesotho bei einem Aussichtspunkt mit unserem Tour-Guide geredet hatte. Er stoppte zum Glück, nahm mich ein Stück mit und telefonierte gerade ausgerechnet mit Matthew (ebenjenem Lesotho-Guide), der mich wiederum auf halber Strecke einsammelte und mich zur Unterkunft fuhr, wo ich nur zu gern der vergesslichen Besitzerin ein paar Takte erzählt hätte, allerdings war die wohl gerade auf dem Weg in die Stadt, um vergessene Sachen zu besorgen - unter anderem auch mich. Dreieinhalb Stunden nach vereinbarter Uhrzeit….

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