Rocko Schamoni, der Mann mit der Protestzigarette, arrogant und kumpelhaft gleichermaßen, las aus „Risiko des Ruhms“, „Dorfpunks“ und „Sternstunden der Bedeutungslosigkeit“ am 28.11.08 in der Groovestation. Er erzählte vom (aussichtslosen) Abenteuer liebenswert kaputter Typen, die versuchen, sich selbst zu finden, man sprach über Wiesen und Natur, Lulu, Paris und Looooove, Oma und Opa schmunzelten ins Bild.. „das ist so süß“, das könnte fast vom Verlag Bastei Lübbe sein. Um das Gegenteil zu beweisen, wird erstmal die Raucherpause zelebriert und auf ausreichend Alkoholkonsum hingewiesen, die scheinbar letzten Züge von Rebellentum bei Herrn Schamoni. Im Verlauf des Abends spricht man dann noch ausführlich über Kotze, lästert über Prohlis und feiert mit einer gehörigen Portion Weltschmerz, Selbstmitleid und Desillusionierung den letzten Rest philosophierender Trotzigkeit. Kurz: es wird „ein geiler Reigen der Kreativität“ gesponnen. Schamonis Lesungen leben nicht nur von den Texten, sondern vor allem von den Entertainmentqualitäten des Autors und wir lernen an einem solchem Abend zweierlei:
Von Kokainsucht befreit man sich am besten mit.. Kokain. (Und Bier.)
sowie
Gute Sätze sind nicht aufzuhalten.
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