Donnerstag, 20. März 2008

04.03.2008

Navimag - Tag 2
oder
Kreuzschiff fahren für Anfänger

"Estimados pasajeros..." krächzt es pünktlich um 8:00 Uhr aus den Lautsprechern, gefolgt vom Aufruf, gefälligst JETZT zu frühstücken. Ich frage mich, wann ich eigentlich das letzte Mal wirklich ausgeschlafen habe und schlurfe in den Speisesaal. Instantkaffee macht nicht wach, er schmeckt noch nicht mal, ich sehne mich nach Filterkaffee. Nach einer Stunde Scheintod gelingt es mir, die erste Runde aufm Außendeck zu drehen, wo ich den restlichen Tag vor allem mit Lesen, in der Sonne dösen, Gesprächen, schlechten Titanic Scherzen und aufs Wasser Starren verbringe. Dem Morningbriefing, in dem man alles über die Route und Tageshighlights erfährt, folgen aller paar Minuten Durchsagen, ob der Kapitän noch auf Kurs ist und uns sicher um die Klippen navigiert an welchem Punkt man sich gerade befindet, wofür der Hügel da drüben, die Meerenge, die man durchfährt und der Vogel, der über einem kreist, bemerkenswert sind. Via Diaprojektor könnte man sich auch Einführungen in Flora, Fauna, Geographie, Indianerkultur, Wanderwege im Nationalpark und Gletscherkunde antun, aber wer will bei solchem Wetter und dieser majestätisch vorbeiziehenden Landschaft denn bitte in abgedunkelten Räumen mit Mensacharme erfahren, was einem bekannte Suchmaschinen oder Mitreisende auch erklären können?! Kreuzfahrten bieten zwei Extreme: die totale Entspannung und das totale Entertainment. Meine Entscheidung für die nächsten Tage war gefallen.



ich bin mir ziemlich sicher, dass ich Robinson durchs Gestrüpp huschen sah



an der Strecke



Delphine gucken:





aus der Reihe BLAU:



bei so einer Morgenstimmung stehe sogar ich auf







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