Mittwoch, 31. Oktober 2007

16.10.2007

Mehr Aufregung vertrage ich heute nicht

Nachdem wir am Morgen eine Dreiviertelstunde unruhig mit den Füßen scharrend auf unseren Bus warten mussten, ging das Abenteuer Gruppentour für mich in die zweite Runde. Neben einigen Asiaten waren natürlich auch wieder Deutsche an Bord sowie das übliche britische Klientel. Unser Guide entsprach dem Klischee, Typ naturverbundener Bursche im Holzfällerhemd. Der erste Stop führte uns nach Ross, in Tasmania's Finest Heritage Village. Nun muss man aber wissen, dass einem hier alles als ungemein wichtige Geschichte angedreht wird, so dass wir auf Anhieb die Bedeutung des Ortes nicht erkennen konnten und Annett sich genötigt sah, gelangweilt die Aussage zu treffen, die für den heutigen Eintrag als Überschrift dient. Eine berühmte Kreuzung, die wir als solche nicht mal wahrnahmen, ein paar Häuser, Bäckereien, Souvenirshops und eine eingezäunte Brachfläche, auf der sich vor Jahren gar schauerliche Dinge zutrugen. Ich begeisterte mich stattdessen für den Flieder (nicht im Bild, dennoch yiippieh).











Etwas gruselig wurde uns zumute, als wir das hier entdeckten:





... also machten wir uns aus dem Staub. Und so sah es in der Umgebung aus



Nächstes Ziel war die Wineglass Bay im Freycinet Nationalpark (dass ich jetzt 2x irrtümlich Freixenet und Weinglas geschrieben habe, kommt nicht von ungefähr), angeblich einer der schönsten Strände weltweit, was ich gar nicht mal anzweifeln will. Dort bekamen wir eine Stulle in die Hand gedrückt, die Annett und ich im Gegensatz zu den Anderen schon während des Aufstiegs zum Lookout verspeisten, nicht nur, um Energie zu gewinnen, sondern auch als Herausforderung, Atmung, Essen und dabei bergauf Laufen unfallfrei zu absolvieren. Der Ausblick am Ziel wurde durch leicht trübes Wetter etwas geschmälert, tat aber unserer Aktionismus keinen Abbruch, so dass wir noch Richtung Strand liefen, um ihn uns mal von Nahem zu betrachten. Im Stechschritt rasten wir wieder zurück, so eine Tour ist schließlich straff organisiert und man möchte nicht schon am ersten Tag unangenehm auffallen, weil man sich Zeit zum Gucken und Genießen nimmt. Die laut Reiseführer veranschlagten 2,5 - 3,5h für die Strecke unterboten wir souverän - und das bei einsetzendem Regen.



Schikane aus dem Weg räumen



da isser (links)



das isser nicht

Nach einem schnellen Motivations-Picknick (Muffins mit Rum, yummy) gings flink zum nächsten Stop, wo uns der Wind heftig um die Nasen pfiff.





Und dann war auch schon gut für heute. Dachten wir. In Bicheno wollte man uns für 20 Dollar eine Pinguintour andrehen, die wir mit verschmitztem Grinsen ausschlugen, denn die Entdeckergene in uns rebellierten. So begaben wir uns auf eigene Faust in die Dämmerung, mit Regenjacke, Schal (kaaaaalt war's), Instinkt und Taschenlampe bewaffnet. Unter einem gigantischen Sternenhimmel spürten wir die lustigen Gesellen schnell auf, die sich durch aufgeregtes Schnattern verrieten. Die Fotos sind nicht wirklich was geworden. Auf dem Rückweg schmunzelten wir dann noch über folgenden Hinweis



Anschluß an die Welt am Ende der Welt

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