Mittwoch, 31. Oktober 2007

14.10.-15.10.2007



Es folgt ein Bericht



in



Vorher gibt es zur Anschauung noch ein Bild aus Melbourne, denn dort trafen Annett und ich wieder aufeinander.



Wer hätte gedacht, dass ich mit jemandem, den ich anderthalb Monate vorher noch nicht mal kannte, gemeinsam für zehn Tage Verreisen würde...
Ursprünglich sollte der Tag vor Abflug auf die Insel dazu genutzt werden, endlich ein wenig zu planen, was wir uns wann wo und wie eigentlich ansehen wollen. Auto mieten? Campervan? Buspass? Laufen? Trampen? Natürlich wurde aus der Organisation nichts, denn wir rannten kreuz und quer durch Melbourne, ohne auch nur annähernd offene Fragen zu klären. Also beschlossen wir, einfach loszufliegen und vor Ort zu schauen, wie es weitergeht. Wie ahnungslos wir doch waren...
Um 8:25 Uhr sollte der Flieger die Maschinen anwerfen, doch als wir abgehetzt am Check-In ankamen, verwirrte uns die Anzeigentafel mit unterschiedlichen Zeitangaben, die alle in weiter Entfernung lagen. Nachdem Annett mir gestanden hatte, dass es im Urlaub bei ihr immer regnet, konnte ich zumindest beweisen, dass bei mir noch nie ein Flieger pünktlich abhob. Drei Stunden Verspätung fand selbst ich dann etwas heftig. Die Fluggesellschaft spendierte aber großzügig Gutscheine, um sich was zu Futtern zu holen, was wir natürlich sofort umsetzten.



das war natürlich noch nicht alles



damit gaben wir uns noch lange nicht zufrieden



aaah, geht doch!

Gestärkt hoben wir Richtung Launceston ab, der Flug dauerte gerade mal 50 Minuten und war aufgrund des Infomaterials sehr amüsant



put your hands up in the air



unerschrockene Flugbegleiter



Mahnung an Beifahrer

Dann hieß es Land in Sicht





und schon kamen wir auf einem Flughafen an, der mit zwei Gates (einem für Abflug, einem für Ankunft) aufwartete. Man erkannte gleich: Hier ticken die Uhren noch anders. Dank Verspätung und Zeitumstellung hatten wir den halben Tag also schon hinter uns gebracht, ohne auch nur irgendwas getan zu haben. Schnell angelten wir unser Gepäck vom Trolley & wollten schleunigst in die "Innenstadt". Haha. Kein Airport-Shuttle weit und breit, dafür eine Schlange beim Taxistand. Am Ende teilten wir mit einem Geschäftsmann das Taxi, er bezahlte, denn die Rechnung wird ihm sowieso erstattet und wir machten uns auf den Weg in die Touri-Info, noch immer ohne Plan, aber mit umso mehr Fragen.



Nachdem wir sämtliche Optionen abgewogen & die Info-Tanten ordentlich auf Trab gehalten hatten, buchten wir am Ende eine siebentägige Rundreise, nahezu all inclusive. Ernüchtert und etwas beschämt, tauschten wir individuelles Reisen gegen Herdentrieb ein, gespannt was uns erwarten würde. Das Ganze sollte am nächsten Morgen ab Hobart losgehen, also hieß es für uns noch am gleichen Tag vom Norden in den Süden zu fahren. Launceston kam uns schon tot vor, aber Hobart am Abend setzte dem Ganzen die Krone auf. Ausgestorben ist gar kein Ausdruck. Nur das Ticker-Geräusch der Ampeln hallte durch die Straßen und verwies auf fortschrittliches Leben, es hätte mich sonst nicht gewundert, wenn die Pferdekutsche mit Gaslampe um die Ecke gebogen wäre. Entschleunigung wird spätestens dann zur Herausforderung, wenn selbst im Hostel das Nudelwasser fast eine Stunde zum Kochen braucht. Willkommen auf Tasmanien!



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