Wow.
Kapstadt entpuppt sich als Prisma. Längst kein ungeschliffener Diamant mehr, sondern sehr wohl ein Spiel aus Licht und Schatten, mit strahlendem Glanz und dusterem Innenleben, komplette Veränderungen aller fünf Minuten, wechselnde Eindrücke aller fünf Meter, keinerlei Konstante und nur auf diese Weise ein funktionierender Zusammenhang. Hier wird man innerhalb kürzester Zeit durch alle Gefühlszustände geschickt, diese Stadt bewegt sich – und dich. Anspannung und Entspannung jagen und überholen einander. Unentwegt. Die eigene Ungeduld in einer ruhelosen Stadt zu zähmen, ist eine Herausforderung. Gleichzeitig ist diese Metropole auf seltsame Weise befreiend und beruhigend. Kapstadt ent- und ermutigt. Die Innenstadt ist nicht wirklich schön, das komplette Paket aber weiß zu faszinieren. Paradox, erstaunlich und deshalb lebenswert. Manchmal gibt es keine Worte, um etwas zu erklären, hin und wieder ist es wohl besser, Dinge nicht zu definieren. Das war mein Wort zum Sonntag. Verschoben auf den Dienstag.
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