Freitag, 4. Juli 2008

08.06.-11.06.2008

Abspann(en)

Die letzten Tage in Costa Rica verbrachte ich ohne Zwischenfälle & Highlights. Mein Zugeständnis an den Tourismus wurde ein halber Tag im hochgelobten Manuel Antonio Nationalpark, was zwar schön, aber eigentlich überflüssig war, da man alle Tiere auch außerhalb dieser gesteckten Grenzen überall zahlreich sieht. Langsam aber sicher geht mir das Getue mancher Touristen, die keinen Schritt allein tun können, echt auf den Zeiger – wozu bitte braucht man einen Guide, wenn man nur den Blick in die Wipfel lenken muss?







verschlungene Wege



unter dieser Palme sollte man besser keinen Schatten suchen





und diese wirft keinen Schatten









falls man im Dschungel mal jemanden anrufen muss...





der Hinweis war eigentlich, die Wege nicht zu verlassen, um nicht auf Schlangen zu treten... was aber, wenn sich Exemplare wie diese, 2m lang, einem direkt in den Weg legen? Ich hab gewartet, ungefähr 15min, *gähn





gehobene Qualität Costa Ricanischer Busse, "Zerschlissen" ist verharmlosend



Abendstimmung vom Hostelbalkon





Einen Tag vor Weiterflug in die USA begab ich mich zurück nach San Jose, mal wieder mit neugierigen Amis als Begleitung. Meine Vorurteile Ansichten über deren Eigenheiten verfestigen sich von Begegnung zu Begegnung - sie sind unheimlich kontaktfreudig und neugierig, blubbern aber lieber nur vor sich hin, wenn es sie selbst betrifft – dann erzählen sie von ihren Häusern, Ferienwohnungen, Autos oder Reisen, finden alles AWESOME und EXCITING und reagieren mit gespielter Verblüffung, wenn man auf eigene Faust durch die Welt tingelt, die Reise nicht im Paket kauft und sich den „niederen“ Unterkunftskategorien aussetzt (OHNE Fernseher? OHNE Klimaanlage? Undenkbar!) Meine letzte Absteige Herberge in Costa Rica war die bislang Schlimmste der Reise – ein 2qm² Verschlag mit einem Brett, auf dem eine Schaumstoffmatte lag, ein Vorhängeschloss zur Sicherung einer Papptür und einem Duftbaum statt Fenster. Aber es war ein typisches Tico-Haus und somit eine weitere landestypische Erfahrung.



Meine Empfehlung für Mitlesende, die Costa Rica als Reiseziel in Betracht ziehen: festes Schuhwerk, Mückenspray, Regenjacke gehören zur Grundausstattung, Ekelempfinden vor Krabbelgetier ist unangebracht und für den Straßenverkehr eine große Portion Unerschrockenheit unabdingbar.

Tja und dann saß ich auch schon zum 17. Mal innerhalb der letzten Monate im Flieger, um einem jahrelangen Brauch nachzugehen – sich einmal im Jahr im Sommer mit Marleen zu treffen. Nach Weltstädten wie Pirna, Dresden und Eichstätt wurde das Meeting diesmal nach Detroit verlegt.

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