Samstag, 12. April 2008

09.-10.04.2008

Saltas Süden

in zwei Tagen. Diesmal waren wir nur vier Mädels und ein Guide und ab gings... schon nach ein paar Minuten ist klar: Juhu, ich bin noch begeisterungsfähig und obwohl mittlerweile wieder im auch noch völlig aus dem Häuschen. Das waren zwei Tage, für die sich der ganze Aufriss und jeder Centavo gelohnt hat, die den Ärger der letzen Zeit ein wenig vergessen machen, Stimmungstalfahrten einen sonnigen Horizont und Weite entgegensetzen und meine Begeisterung für Argentinien trotz all der Zwischenfälle nur stärken. Schließlich bin ich nicht nachtragend und brauche außer gnadenlos günstiger AlkoholPreise auch noch andere Argumente, um die wachsende Sympathie für dieses Land zu rechtfertigen. Und weil ich es kaum erwarten kann, Euch die Fotos zu zeigen, lasse ich erstmal Bilder sprechen:









Nationalpark Los Cardones:















Schnee gibt’s hier in den Höhenlagen im Sommer, denn Winter ist Trockenzeit







Rote Steinfärbung: Eisen, Grüntöne: Magnesium und Schwefel und ihre chemische Reaktion





Hier verbarg sich wirklich die Polizeistation













Paprika trocknen – zu Pulver verarbeiten – fertig – Verkaufen - Würzen – Yummy!





Quebrada de las flechas:





































Wer braucht denn bitte den Grand Canyon, wenn er Nordargentinien haben kann?



Le Frog







Amphitheater mit grossartiger Akustik



Dann ohne Passkontrolle nach Deutschland







streikt die Bahn immer noch?





Schnarch

Noch ein bisschen Gelaber:

Wir fuhren ein Stueck der Routa 40, die sich im Westen ueber 5000km durch Argentinien zieht und den Plan in mir aufkommen laesst, diese irgendwann komplett zu befahren. Das Stueck, was wir langgurkten, war Schotterpiste, extrem kurvenreich und bot immerhin ausreichend Platz fuer ein Auto, Entgegenkommende hatten es schwer, es war aber eh wenig los.

Wir sahen Kondore, wilde Meerschweinchen, na ja, freilebend passt wohl besser, wild hätte ich es gern erlebt ;), fanden 40m gespannte, trocknende Lederbänder, die später zu Lassos verarbeitet werden, blickten in den Dörfern in Gesichter mit tiefen Furchen und bekamen nach einem erstem zurückhaltenden Schauen ein coca-kauendes, zahnloses, lautloses Lachen geschenkt, in der Gegend tauscht man noch einen Sack Kartoffeln gegen Bohnen, das Fleckchen ist so dünn besiedelt, dass die Kids aus den Bergdörfern während der Woche in der Schule bleiben und erst am Wochenende zu ihren Familien zurückkehren, wirkliche Siedlungen gibt es nicht und so verteilen sich Schule, Kirche und Friedhof anscheinend willkürlich in der Landschaft, hin und wieder gibt es im Nirgendwo Bushaltestellen mit Kamin - der Erste, der dort warten muss, entfacht im Winter das Feuer, Kühe haben in diesen Regionen mit Persönlichkeitsstörungen zu kämpfen und halten sich oft für Bergziegen, wir passierten Tabak- und Maisfelder aus denen nur noch die Hausdächer ragten und bekamen am zweiten Tag morgens um 11 eine Führung auf zwei Weingütern und verkosteten fleißig. Lecker!

Tja und so relativierten die Einfachheit, Schönheit und Ursprünglichkeit vieles, auch den Ärger der letzten Tage und ne neue Kamera hab ich auch (ach was ;))

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen