Donnerstag, 16. August 2007

16.08.2007

Let's go for a walk

Wenn man, ohne inhaftiert zu sein, so einen Ausblick aus dem Fenster hat,





will man nur eins: raus an die Luft. Aber auch dort erwarten einen Sicherheitsvorkehrungen,





die man nicht mehr sehen will, also schnell runter zum Meer,



an den schickeren Häusern und der Bushaltestelle vorbei zur Promenade,





wo man auch nichts darf, aber wenigstens den Ozean und einen Horizont hat.





Da weiß man, woher der Wind weht.



Man sieht aus sicherer (haha) Entfernung, wie die Leute wohnen,



späht durch den Zaun zur Baustelle für 2010,



schaut sich ein wenig am Hafen um,







fragt sich, ob Nobelpreisträger glücklich sind, wenn sie ihr Denkmal sehen,



läuft schnell rüber in die Innenstadt, wo sich nachmittags 17 Uhr niemand mehr aufhält,





wundert sich über gar nichts mehr,



über wirklich gar nichts mehr,



denkt kurz an die Heimat



und macht sich am Wasser entlang auf den Weg zurück nach Hause.





Anmerkung: Das Bildmaterial weist chronologische und qualitative Mängel auf, die Story folgt nur ansatzweise einer wahren Begebenheit, deshalb bitte ich von Kritik diesbezüglich abzusehen. Ich vergesse schlicht und ergreifend sehr oft, Fotos zu machen, weil mir mein Kopf als Bildspeichermedium eigentlich genügt. In anderen Fällen verbietet es sich von selbst, Fotos zu machen. Und manchmal habe ich auch einfach keine Lust darauf, als Tourist erkannt und wegen einer Digicam erschossen zu werden.

Vorgestern hab ich übrigens nen Waffendeal beobachtet. Hab natürlich so getan, als müsste ich akribisch die Mandarinen in meiner Tüte zählen und bin flinken Fußes vorbeigeeilt.

Selbst die Stare werden hier kriminell. Gestern saß ich Chicken-Curry essend in der Nähe der Waterfront, als mich ein Vogel attackierte. Aber so richtig. Fehlte in Anlehnung an Hitchcock nur eine Telefonzelle als letzter Zufluchtsort. Habe jetzt ne Schramme über das ganze Gesicht. Nein, stimmt natürlich nicht. Bevor es dazu kam, gab ich lieber mein Essen auf – und das will was heißen. Ich hoffe, das Vieh ist an dem leckeren, sehr scharfen Curry verreckt. Sorry, aber ist doch wahr!

6 Kommentare:

  1. ... frau kann es hoffentlich verstehen, ob wir es wollen oder nicht. frau muss auch mal seine urwut an kleineren tieren ausslassen, dafür werden sie gezüchtet ... :)

    (helga maria schneider - ein frau geht ihren weg)

    ich hoffe du kennst das (hör)buch!?

    AntwortenLöschen
  2. @carsten: yepp, haste mir (glaube ich) mal gegeben, is aber auf externer festplatte zuhause

    AntwortenLöschen
  3. :) lol

    habs just hier auf meiner internen ;) und extra noch mal "nachgehört"! musste vorhin sowas von lachen und hatte auch sofort diesen spruch im kopf ...

    AntwortenLöschen
  4. Hej Du kleiner Aggro, wenn das Schule macht..Ein Glück mögen Fledermäuse kein Curry. Spezialfrage: Stehen die Kräne am Stadion eigentlich nur rum oder arbeiten die auch? Treib die mal an, ich will doch in drei Jahren Deine Fotomotive live sehen und angeblich steht Deutschland als Notlösung parat. Nich schon wieder....

    AntwortenLöschen
  5. @vb: naja, die drehen sich schon den ganzen tag, allerdings sehe ich da nie irgendwelche lasten dranhängen. aber alle anwohner/bauarbeiter/funktionäre etc. wirken unglaublich optimistisch und überall blinkt einen "2010" an.

    AntwortenLöschen
  6. Hey Micky Maus, du schreibst wirklich gut. Mach Spass dir bisher auf deiner Reise zu folgen und zu lesen. Freu mich auf Weihnacht und auf unsere Woche am Beach. Grüsse aus Z. der Sven

    AntwortenLöschen