Montag, 13. August 2007

09.08.2007

Ausflug

Am Donnerstag war Feiertag, nix los, am Himmel auch nicht, also mieteten wir ein Auto und fuhren in die Winelands. Stellenbosch, Franschhoek und das Hottentotten (yeah!) Nature Reserve wurden abgeklappert. Die (Klein-)Städte sind ziemlich schick und elitär, der Anteil der weißen Bevölkerung hoch. Die Landschaft drumherum sah nun mal so gar nicht aus, wie man es von Südafrika vielleicht erwartet, wir verglichen den Anblick mit allerlei anderen Ländern, die Tendenz ging Richtung Schweiz. Ich hielt mich aus der Diskussion raus, denn aufgrund von Fieber & Co. war ich so mit Grippostad zugedopt, dass ich eh nur halluzinierte ;) Leider konnte ich deswegen auch keine Verkostung auf den Weingütern mitmachen, aber die hatte ich in den vergangenen Wochen ja schon in das ein oder andere Restaurant vorverlegt. Nichtsdestotrotz war es ein fetziger Tag, vor allem, weil man merkte, dass endlich Frühling wird. Auf dem Rückweg holte einen schleunigst wieder die Realität ein: 40 km vor Kapstadt beginnen die Townships sich auf der einen Seite des Highways breit zu machen. Der Streifen zwischen Autobahn und Wellblechhütte ist Toilette und Bolzplatz in einem, dahinter schier endlos ausufernde Flächen, dicht an dicht bebaut mit klitzekleinen, wackligen Behausungen. Noch nicht kontrastreich genug, gab’s abends in Cape Town mal wieder unfassbar gutes Seafood. Eine Platte für zwei, überreichlich beladen mit allem, was sich so im Meer tummelt, kostet umgerechnet 12 Euro und würde mit Leichtigkeit auch vier Leute satt machen. Obwohl wir fast gekotzt hätten Kiemen entwickelt hätten, zwangen wir uns alles rein. Denn lieber an einer Fisch-Überdosis sterben, als in Südafrika Essen wegzuwerfen. Kranke Welt.

Winelands & Hottentotten Nature Reserve:

Highway - Ausguck:

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