Donnerstag, 26. Juli 2007

25.07.2007 - 1

Touristenprogramm


Nachdem gegen Mitternacht ein Unwetter niederging, was wohl für die Apokalypse trainierte, schwante mir für den heutigen Tag Böses. Während sich die Hagelkörner in die Papp(außen)wände spickten und der Wind durch die Fenster pfiff, überlegte ich mir, ob ich am Morgen einfach liegen bleibe oder meine Regenjacke auf die Teststrecke schicke, aber als ich morgens die Augen aufklappte, blinzelte ich in die Sonne, die so tat, als wäre nix gewesen. Ich fühlte mich ein wenig verarscht und schwang mich aus dem Bett in einen Tag hinein, der ein ganz wundervoller werden sollte.

Mittags verlegten wir den Unterricht nach draußen, wir quetschten uns zu siebent in Salims Mercedes, der uns durch die Stadt kutschierte und in erster Linie Orte ansteuerte, die hinter unscheinbaren Bergkuppen Aussicht auf Stadt und/oder Tafelberg eröffneten. Da ich es sowieso mag, von Aussichtspunkten über der Stadt auf ebenjene drauf zu gucken und am Horizont das Meer zu sehen, war es schlicht und ergreifend perfekt.



*Business District*


*Homeless*

Wir liefen durch Bo-Kaap, was touristisch ziemlich ausgelutscht, dennoch hübsch ist. Dort reihen sich jede Menge kleine, bunt angemalte Häuser aneinander, manche Farbe war vielleicht etwas schrill, aber wem’s gefällt, bitteschön. Pflichtbewusst besuchten wir ein Museum zur Geschichte der Stadt, das Aufklärung über die ersten Siedler, verschiedene Glaubensrichtungen, Apartheid etc. verschaffte, um anschließend in einem Park abzuhängen, in der Sonne zu sitzen und auf den Tafelberg zu gucken, dem es im Laufe des nachmittags doch tatsächlich gelang, die Wolkendecke abzuwerfen und sich in voller Pracht zu zeigen.

*Bo-Kaap mit Tafelberg*

*Bo-Kaap mit Lions Head*

Am Abend sicherte ich mir schließlich einen windgeschützten Platz an der Promenade, Blickrichtung Meer. Die Wellen waren hoch, um nicht zu sagen riesig, das Meer toste, der Himmel eine sattorange Farbpalette, die Sonne ging unter, der Kitschfaktor stieg und ich bereute fröstelnd, keinen Smirnoff gekauft zu haben.

*Straßenbeleuchtung*



*harmlos*



*kostenlose Dusche*




*Sea Point abends*




*Kitsch*




*Sea Point nachts*

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